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Kreativität auf Knopfdruck: so geht’s!

Als Werbeagentur erwarten unsere Kunden kreative Höchstleistungen – und das natürlich auf Knopfdruck. Das ist eine wahre tägliche Herausforderung für alle Kreativen, die bei Sabath Media, oder in anderen Agenturen arbeiten. Doch wir alle wissen genau, dass es nun mal nicht immer gelingt, eine gute Idee zu haben, gerade dann, wenn sie dringend benötigt wird.

Genau da ist es richtig sinnvoll, wenn sich eine Gruppe von Kreativen zusammenfindet. Denn wir können viele Probleme nur dann wirkungsvoll lösen, wenn wir dafür das Wissen und die Phantasie verschiedener Menschen gemeinsam aktivieren. In den meisten Firmen geschieht dies über den Ansatz des klassischen Brainstormings. Aus meiner langjährigen Erfahrung heraus verlaufen jedoch viele Meetings so in endlose Diskussionen – ich denke dieses Phänomen kenne viele Unternehmer, Führungskräfte, Teamleiter etc. Deshalb möchte ich heute einen innovativen Impuls geben, wie wir wirkungsvoll neue Perspektiven entwickeln können und festgefahrene Denkweisen in Ihrem Team entwickeln können. Denn darum geht es: wie wir Kommunikation in Gruppen organisieren können, sodass gute Ideen entstehen. Diese Fähigkeit, in einer Gruppe Kreativität dauerhaft zu ermöglichen, scheint heute mehr denn je von entscheidender Bedeutung zu sein, gerade auch um in einem globalen Innovationswettbewerb bestehen zu können. Diese Ideen sind auch nicht nur für Kreative in einer Werbeagentur gedacht, denn jedes Unternehmen, jede Abteilung, lebt von Kreativität, Vision und Weitblick.

Reframing-Matrix

Perspektivenwechsel leicht gemacht

Manchmal kommen wir einfach nicht weiter, egal wie lange wir über eine geeignete Lösung nachdenken. Dann wechseln wir einfach mal die Perspektive!

Michael Morgan hat im Jahr 1993 eine ganz einfache Darstellungsform entwickelt: die Reframing-Matrix. Diese Matrix hilft uns, das Problem aus verschiedenen Sichtweisen zu analysieren.

In vier einfachen Schritten entwickeln wir die Reframing-Matrix:

Schritt 1: Zeichne die Reframing Matrix

Als Erstes zeichnen wir vier große Boxen, am besten auf großes Flipchart-Papier. Diese vier Boxen sollen Sie und Ihr Team dabei unterstützen, die Perspektive zu wechseln. In der Mitte lassen wir Platz für die Definition des Problems. Nehmen wir einmal an, Ihr Problem ist eine neue Dienstleistung, die sich nicht gut verkauft. Das schreiben Sie in die Mitte und gehen weiter zum nächsten Schritt.

Schritt 2: Entscheiden Sie sich für Perspektiven

Zwei hilfreiche Strategien, um interessante Perspektiven auszuwählen, sind die 4Ps oder die Berufsgruppen.

Die 4Ps

Die 4Ps können Sie anwenden, um Ihre Perspektiven zu definieren oder zu analysieren.

Produktperspektive: Stimmt etwas nicht mit der Dienstleistung oder dem Produkt? Passt der Preis zum Kundensegment? Stimmt die Qualität? Welches Bedürfnis oder welchen Nutzen befriedigt das Produkt oder die Dienstleitung wie gut?

Planungsperspektive: Wie steht es um die Businesspläne, Marketingpläne, Finanzpläne? Was können wir in unserer Planungssicht verbessern?

Potenzialperspektive: Wie können wir unsere Verkäufe ankurbeln? Wie können wir unsere Ziele und Volumen deutlich anheben?

Personenperspektive: Wie wirkt sich das Problem auf unsere Mitarbeiter aus? Wirkt sich das Problem nur intern oder auch extern aus? Warum nutzen oder kaufen unsere Kunden unser Produkt oder unsere Dienstleistung nicht?

Das sind ein paar erste Fragen, doch bin ich mir sicher, dass Ihnen und Ihrem Team schnell weitere einfallen.

Berufsgruppen

Hier analysieren Sie das Problem aus der Sicht von verschiedenen Spezialisten, z. B. aus der Sicht eines Ingenieurs, eines Anwalts, eines Verkäufers… Es ist Ihre Entscheidung, welche Sichtweise einen neuen Impuls geben könnte. Denn verschiedene Menschen beurteilen die Dinge anders. Diesen Ansatz können Sie nutzen, wenn es sehr unterschiedliche Anspruchsgruppen betrifft oder wenn Sie mit der vorhergehenden Analyse nicht mehr weiter kommen. Eine Kombination kann auch sehr sinnvoll sein. Beginnen Sie dabei mit den Berufsgruppen und sehen Sie sich dann die 4Ps an. Zum Schluss führen Sie alles zusammen in einer großen Matrix.

Schritt 3: Ideengenerierung

Jetzt können Sie Ideen entwickeln für die unterschiedlichen Perspektiven. Diese fügen Sie dann in die zugehörige Box ein. Entweder kann jeder eine Perspektive allein vorbereiten oder Sie arbeiten gemeinsam im Team.

Wenn Sie die Matrix vollständig ausgefüllt haben, sehen Sie ein gemeinsames und deutlicheres Bild vom Problem. Vielleicht haben Sie auch schon erste Lösungsansätze gefunden.

Schritt 4: Definieren Sie das Problem neu

Im letzten Schritt können Sie sich die Frage stellen: Wie sehen wir das Problem jetzt? Haben wir schon erste Lösungsansätze, die wir weiterverfolgen möchten? Formulieren Sie die Herausforderungen neu und halten Sie mögliche Entwicklungslinien für Lösungen gemeinsam schriftlich fest.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung und einem Perspektivwechsel. Lassen Sie mich wissen, wie sich bei Ihnen eine Reframing-Matrix vielleicht ausgewirkt hat. Seien Sie offen für Neues und trauen Sie sich mutige, originelle und verrückte Ideen einzuführen.

 

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