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App-Check: Was kann „Vero“?

Die Social Media App „Vero“ ist gerade in aller Munde. Allein Google gibt mir ungefähr 282.000.000 Ergebnisse zu dem Suchwort Vero an. Die letzte Schlagzeile vor 15 Stunden von „CHIP“. „Die Bild“ hatte ihre Schlagzeile über „Vero“ vor 18 Stunden. Heute morgen als ich mir gerade meinen Kaffee machte, bekam ich noch den Abschluss der Diskussion von BigFm über „Vero“ mit. Mein erster Gedanke: „ Sabath Media hat doch schon Instagram, brauchen wir etwa noch eine Social Media Plattform?“ Die App selbst erinnert mich ein bisschen an Science-Fiction mit ihren sehr dunklen Grau- und Blautönen. Da ist der Topleader Instagram wahrhaft heller und farbenfroher. Die Plattform kann nicht nur Fotos posten, die Nutzer können auch Youtube-Videos einbinden oder Bücher, Filme und Link. Etwas das heute vor allem auf Facebook getan wird. Bisher hat Vero die Million noch nicht geknackt. Zum Vergleich: Instagram hat im Moment weltweit über 800 Millionen Nutzer.

 

„Vero“ steht für „real“ und „echt“

Der Name kommt aus dem italienischen und soll die Echtheit und das Wahrhafte der Benutzer und deren Beiträge unterstreichen. Im neuen Werbevideo nennt sich die Plattform selbst „true social“. Eine App die über Nacht zum Hype wurde. Doch wird sie je richtig durchstarten und an den Erfolg des Facebook-Imperiums herankommen? Die Plattform wurde bereits 2016 gelauncht, habe ich aus dem Magazin t3n erfahren. Hinter „Vero“ verbirgt sich der Milliarden-Erbe Ayman Hariri. Sein Vater war Ministerpräsident im Libanon und kam 2005 bei einem Attentat ums Leben. Der Gründer und Geschäftsführer studierte Computer Science an der Georgetown-University. Dort lernte er auch Scott Birnbaum, den Mitgründer der Social Media Plattform, kennen.

 

Kostenpflichtig?

Vero stellt klar das sie eine werbefreie Plattform sind und das auch bleiben möchten. Die Finanzierung soll über die Nutzer laufen, die die App für eine kleine jährliche Gebühr nutzen können. Wie hoch die Gebühr sein soll, ist noch unbekannt. Noch ist die App kostenlos. Ab einer Million Nutzer soll sie aber kostenpflichtig werden. Ob es sich hierbei um einen Marketingtrick handelt, wird im Netz gerade heiß diskutiert. Weitere Einnahmen sollen über Transaktionsgebühren gemacht werden. Händler können ihre Waren direkt anbieten und ihre Produkte über einen „Buy now“ Button anbieten und vertreiben. Kritiker sehen es fraglich, ob sich die App durch diese Einnahmen finanziell rentabel macht. Inhaltlich versucht das Unternehmen besser zu sein als Instagram. Wenn Nutzer zum Beispiel gerade einen Film anschauen, angesehen haben oder sehen wollen, können sie es posten. Hinzu kommt, dass er über einen Button weiterempfohlen oder auch mit einem zusätzlichen Kommentar versehen werden kann.

 

Weniger Social Media, mehr Social Life?

Mit diesem Satz wirbt die App und möchte punkten, um Instagram zu schwächen. Benutzer der App loben den chronologischen Feed und die Abkehr von Algorithmen, welches auch wirklich ein Alleinstellungsmerkmal für die App ist. Da es bei Instagram schwierig ist die Algorithmen zu verstehen. Manche Nutzer haben Angst, dass durch den Algorithmus Beiträge verloren oder untergehen. „Vero“ sagt selbst: „Wir kuratieren nicht, wir manipulieren nicht, wir fügen keine Werbung ein, wir halten keine Posts zurück“. Auch bekommt das Wort Freund wieder eine neue Bedeutung! Die Kontakte können in verschiedenste Gruppen eingeteilt werden. Somit kann man die Nutzer zu Followern, Bekannten, Freunden oder besten Freunden deklarieren. So kann man die Posts nur für bestimmte Gruppen sichtbar machen. Nach dem bekannten Hashtag-Prinzip werden Inhalte gefunden.

 

Influencer werben dafür

Für Influencer ist diese Plattform ein wahres Paradies. Für Menschen, die mit Influencer Marketing ihr Geld verdienen, könnte die App echt lohnenswert sein. Da die Umgebung frei von Werbeanzeigen ist, machen sie die einzige Werbung. Weil die Beiträge in chronologischer Reihenfolge angezeigt werden, bietet es die Möglichkeit jeden Follower zu erreichen. Die Influencer fordern auch auf Instagram ihre Follower auf, der App beizutreten. Für Unternehmen ist die Plattform noch nicht wirklich rentabel, da die Social Media App einfach noch zu wenig Nutzer hat. Unternehmen könnten dort Werbung durch ihr eigenes Profil machen oder aber auch durch Influencer. Ob der Hype anhält ist fraglich, auch hat das Unternehmen im Moment mit Serverproblemen zu kämpfen. Da die App erst noch in kleinen Schritten anläuft, ist auch noch mit dem ein oder anderen Ruckler zu rechnen. Natürlich habe ich mir die App auch gleich aus dem App Store heruntergeladen und selbst unter die Lupe genommen. Zum Registrieren musste ich meine Telefonnummer angeben, was auch einige andere Nutzer kritisieren.

 

Als Fazit finde ich, bietet die App auf jeden Fall Vorteile, aber so ein Profil zu pflegen und aufzubauen kostet auch Zeit. Deshalb denke ich dass sich Unternehmen zweimal überlegen, diesem Hype nachzugehen, zumal gibt es erst so wenige Nutzer gibt. Denn ein Netzwerk ohne Nutzer, ist wie eine Stadt ohne Bewohner.

 

Autor: Nena Sabath

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