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„Diese 5 Tipps helfen dir dein Business aufzubauen!“

1995 gründete Bettina Sabath die Sabath Media GmbH. Mit gerade einmal 26 Jahren wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit – sie verrät, welche 5 Fehler sie heute nicht mehr machen würde. Denn: Aus Fehlern lernt man und die Tipps, die man sich daraus ziehen kann, sind goldwert. Wenn du also vorhast dich irgendwann (vielleicht sogar in ganz naher Zukunft) selbstständig zu machen, dann solltest du diese 5 Tipps ganz genau lesen!

1. Starte dein Business professionell!
Als ich meine Agentur aufgebaut habe, war ich recht jung und sehr unerfahren. Viele Dinge wusste ich noch nicht – ich hatte keinen Businessplan und wusste nichts von einem Existenzgründerdarlehen. Heute würde ich mir von Anfang an mehr Unterstützung suchen. Zum Beispiel in Form eines Mentors, beziehungsweise eines Coaches. So eine Person hatte ich damals nicht. Ich habe deshalb viel Geld in Weiterbildungen stecken müssen und musste so meine Erfahrungen sammeln. Diese Kosten hätte ich vermeiden können. Heute bin ich selbst Business-Coach und unterstütze Menschen dabei ihr Business professionell zu starten oder auch zu verändern.

2. Folge deinem Bauchgefühl
Ein weiterer Fehler war, dass ich nicht immer meinen Gefühlen gefolgt bin. Ich habe ein sehr gutes Gespür dafür, wenn etwas in einem System nicht stimmt. Mit System meine ich die Organisation, das Unternehmen. Diesem Gefühl bin ich nicht immer gefolgt, sondern habe meinen Kopf dazwischen geschaltet. Der ist dann lehrbuchmäßig vorgegangen. Wenn ich öfter meinem Bauchgefühl gefolgt wäre, hätte ich Entscheidungen besser treffen können.

3. Treffe schnell Entscheidungen
Und da kommen wir auch gleich zu dem dritten Fehler: Entscheidungen treffen. Das ist immer eine Thematik, bei der wir oft mit uns hadern, hin und her überlegen. Ich muss dazu sagen, ich würde nicht mehr zu lange mit Entscheidungen warten. Entscheidungsfreudigkeit ist auch etwas, dass einen Unternehmer ausmacht. Das ist nicht einfach! Was uns dabei nämlich immer im Weg steht, ist unser Kopf. Es geht eigentlich nicht einmal darum, ob die Entscheidung richtig oder falsch ist. Wir WOLLEN aber immer die richtige Entscheidung von Anfang an treffen. Das kannst du aber nicht immer. Deshalb ist es wichtig, wenn du dich entscheidest, dass du es schnell machst. Wenn die Entscheidung falsch sein sollte, dann merkst du das auch recht schnell und kannst dann wieder neu entscheiden. Das ist eine Erkenntnis, die dich weiterbringt. Alles andere bremst dich, bremst das Unternehmen aus, weil du in dem Moment mit einer Entscheidung festhängst. Du machst dich innerlich ganz verrückt – und dieses Gefühl überträgt sich auf dein komplettes Leben, deine Umgebung.

4. Spreche alle Belange offen an
Dieser Fehler war vor allem ein Fehler in meinem Denksystem. Das Thema Offenheit und direktes Ansprechen in allen Belangen. Es war also früher so, dass ich alles, was mir unangenehm war – zum Beispiel Kunden, die nicht bezahlt haben, das Thema Banken oder auch Ärger mit den Lieferanten – einfach für eine lange Zeit ausgeblendet habe. Das war ein absoluter Fehler. Ich kann nur jedem empfehlen: holt die Menschen, mit denen ihr Ärger habt, zu euch in das Unternehmen. Wenn ich offen bin und alles direkt anspreche, meine Wahrheit darlege, dann wirkt sich das immer positiv aus. Das Schlimmste ist eigentlich dabei – hier spielt unser Kopf wieder eine große Rolle – , dass du dir im Vorfeld ein Horrorszenario ausmalst. Du überlegst dir in deiner Vorstellung, wie es sein könnte – und das ist ja alles Unsinn! Es ist ja nicht die Realität. In dem Moment, in dem du dich der Realität stellst und du das direkte Gespräch suchst, können dir die Menschen ganz anders begegnen.

5. Keine Vermeidungsstrategien bei Mitarbeitern
Das ist ein heikles Thema: Mitarbeiter. Menschen verändern sich, sowohl die Chefs, als auch die Mitarbeiter. Du stellst jemanden zu Beginn ein, weil du ein gutes Gefühl bei ihm hast. Irgendwann verändert sich aber etwas. Oft habe ich dann aber den Fehler gemacht, dass ich aus Bequemlichkeit, aus falscher Rücksichtnahme oder auch aus Angst vor dem Gespräch zu lange an etwas festgehalten habe. Das tut nur leider niemanden gut. Es tut dir als Vorgesetzten nicht gut, weil du selbst die ganze Zeit darüber nachdenkst, wie du das Problem lösen kannst. Es tut aber auch dem restlichen Unternehmen nicht gut – die Mitarbeiter merken ja, dass etwas nicht stimmt. Darunter kann also das gesamte Betriebsklima leiden. Hier habe ich oft zu lange mit Entscheidungen gewartet, weil ich dachte: vielleicht ändert sich irgendetwas; sei es meine eigene Einstellung oder die des betroffenen Mitarbeiters. Das passiert jedoch meistens nicht. Das Schwere ist dann einen Schlussstrich zu ziehen. Mich hat immer meine eigene Vorstellungskraft blockiert. Was denken jetzt die anderen über mich? Bin ich jetzt eine schlechte Chefin? Leidet nun der Ruf meiner Agentur darunter, weil dieser Mitarbeiter geht? Ich bin dann wieder komplett in solche Vorstellungsszenarien gerutscht, doch damit habe ich letztendlich mir selbst, den restlichen Mitarbeitern und dem Betrieb geschadet.
Die Trennung von Mitarbeitern ist einfach ein heikles Thema. Was ich im Nachhinein festgestellt habe: Ich tue vielen, oder den meisten, Mitarbeitern einen Gefallen, wenn die Trennung herbeigeführt wird. Im ersten Moment verstehen sie es nicht, aber später – und es immer so, dass du ja ein guter Chef sein möchtest. Während dieses Gesprächs hast du jedoch jemanden gegenüber sitzen, der mit dieser Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt nicht einverstanden ist. Damit umzugehen ist sehr schwierig. Es ist auch für mich als Chef nicht einfach meinen Standpunkt dazulegen – warum ich so entschieden habe. Mein Gegenüber möchte das in dem Moment auch gar nicht hören. Trotzdem hätte ich mir viel Leid erspart, wenn ich früher bei bestimmten Entscheidung einfach zeitnaher reagiert hätte; und das auch konsequent.
Bei diesem Thema stumpfst du auch nicht ab. Mein Schwiegervater ist 76 und ich weiß, dass es ihm immer noch, nach über 50 Jahren Führungserfahrung, schwer fällt, einem Mitarbeiter zu kündigen. Doch die Vermeidungsstrategie bringt niemanden etwas. Natürlich hatte ich auch schon mal den umgekehrten Fall – dass Mitarbeiter gehen wollten, die ich aber eigentlich nicht gehen lassen wollte. Das fällt auch mir schwer, aber ich kann das akzeptieren und freue mich, weil ich weiß: Okay, die beginnen ein neues Kapitel in ihrem Leben und das ist für ihre Erfahrung wichtig. Deshalb bin ich da auch niemandem böse, sondern kann mich mit ihnen freuen und wünsche allen, die für sich ihre Entscheidungen treffen, alles Gute.

 

Diese 5 Tipps versuche ich so gut es geht weiterhin auch bei mir selbst umzusetzen. Auch ich muss aufpassen und mich selbst ermahnen, nicht in alte Denk- und Handelsmuster zu verfallen. Doch seit ich mir über meine Fehler im Klaren bin und auch weiß, was ich dagegen tun kann, geht es mir und meiner Agentur besser. In seinem Song singt Xavier Naidoo „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer. Nicht mit vielen wirst du dir einig sein, doch dieses Leben bietet so viel mehr“ – und genau das, müssen wir uns immer vor Augen halten.

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