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Countdown läuft!

Die Datenschutz Grundverordnung – kurz DSGVO: Ein Thema, dass im Moment vermehrt im Netz gesucht wird. In 49 Tagen, am 25. Mai 2018 ist Stichtag der DSGVO. Danach drohen Strafen in Millionenhöhe bei Nichteinhaltung. Deshalb sind gerade viele deutsche Unternehmen am Zittern und es gibt kein Datum, das momentan mehr gefürchtet wird. Abgesehen von der Steuerprüfung vielleicht. Die Übergangsphase von zwei Jahren neigt sich so langsam dem Ende zu. Dann wird das Bundesdatenschutzgesetz durch die DSGVO ersetzt. Dabei ist Datenschutz noch gar nicht so alt. 1970 wurde in erstmals in Hessen ein Gesetz zum Datenschutz abgesegnet. Doch das Prinzip, dass vertrauliche Daten vor dem Zugriff Dritter geschützt sind gibt es natürlich schon länger. Das kirchliche Beichtgeheimnis gibt es schon seit Anbeginn der Christenzeit und die ärztliche Schweigepflicht ist auf den Eid von Hippokrates in der Antike zurückzuführen. Mit dem Postgeheimnis und dem Steuergeheimnis griff der Staat diesen Schutz für seine Bürger auf. Doch nun zurück zur DSGVO, diese gilt nämlich für alle Unternehmen, auch, wenn diese ihren Hauptstandort nicht in der EU haben.

Müssen wir uns rüsten? Ja, aber deswegen müssen wir nicht in Panik verfallen und auch keine schlaflosen Nächte haben. Es wird auch noch ein Leben nach dem 25. Mai 2018 geben. Trotz, dass Deutschland schon ein sehr ausgebautes Datenschutzrecht hat, kommen ab dem 25. Mai noch ein paar Neuerungen hinzu, die nicht außer Acht zu lassen sind.

1. Der Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten.

2. Der Schutz der Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten.

3. Sicherstellung, dass der freie Verkehr personenbezogener Daten in der Union aus Gründen des Schutzes natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten weder eingeschränkt noch verboten wird (Quelle: Mailjet).

Ist die DSGVO auch relevant für mich? Bist du Unternehmer? Dann bist auch du von der DSGVO betroffen. Jedes Unternehmen handelt schließlich mit personenbezogenen Daten. Laut EU-Kommission sind das Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Ausweisnummer, Standortdaten, IP-Adressen, Cookie-Kennungen, Werbe-IDs und Gesundheitsdaten aus Krankenhäusern oder bei Ärzten, die zur eindeutigen Identifizierung einer Person führen könnten.

Die Datenschutzerklärung auf der Webseite Überhole im Zuge der DSGVO die Datenschutzerklärung auf deiner Webseite. Das geht auch über uns oder natürlich über einen Anwalt.Hier ein paar wichtige Punkte zusammengefasst, die du beachten solltest:

> eine vorgeschaltete, allgemein-zusammenfassende Erklärung
> Kontaktdaten des Seitenbetreibers (Impressum)
> Rechtsgrundlage der jeweiligen Datenerhebung und Verarbeitung, eine gesetzliche Einwilligung muss auf jeden Fall benannt werden.
> Alle Datenverarbeitungsvorgänge müssen auf der Webseite genannt werden.
> Double-Opt-In bei der Newsletter-Anmeldung (Doppelte Bestätigung zur Verwendung von Daten)
> Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AV-Vertrag) mit Dienstleistern abschließen zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten.
> Auskunft, Löschung, Berichtigung,Widerspruch
> Recht auf Datenherausgabe und Übertragbarkeit

Wie sieht es mit Retracking und Targeting aus? Wer in Zukunft via Google Analytics tracken möchte, braucht dazu entweder das Einverständnis des Betroffenen oder es besteht ein „berechtigtes Interesse“. Da eine Bedingung ausreicht, genügt es sich auf das „berechtigte Interesse“ zu berufen. Trotzdem sollte das „berechtigte Interesse“ immer mit einer Notwenigkeit begründet werden.

Natürlich können wir in unserem Blog nicht alle Details der DSGVO aufführen. Doch ein kleiner Ausschnitt hilft schon einmal für den ersten Überblick. Je nachdem, wann deine Datenschutzerklärung überholt wurde, kann diese auch schon das meiste beinhalten.

Bestandteil unserer umfangreichen Leistungen im Bereich Webseitenentwicklung ist selbstverständlich auch die Unterstützung bei der Umsetzung einer DSGVO konformen Datenschutzerklärung und praktischer, anwaltlich geprüfter Inhalte zur DSGVO. Bei Unsicherheiten nehmen wir uns natürlich gerne Zeit für dich. Trotz allem sind wir natürlich keine Rechtsberatung – wir prüfen also die Webseite anhand standardisierter, anwaltlich geprüfter Checklisten und Inhalte.

 

PS: Wer sich noch ein bisschen weiter mit der DSGVO beschäftigen muss oder möchte und noch den optimalen Soundtrack sucht: Hör dir den Soundtrack zum Datenschutz an! Thomas Roeske hat eine kleine Sammlung der letzten 50 Jahre, mit Liedern zur Überwachung und Privatsphäre zusammengestellt. Über David Bowie zu Metallica bis hin zu Fettes Brot ist alles dabei. Zum Soundtrack geht es hier.

 

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