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Influencer-Marketing

Mittlerweile hat die gute alte TV-Werbung ausgedient – Influencer-Marketing ist der neue Werbeliebling für Unternehmen aus den verschiedensten Branchen. Auf unterschiedlichen Plattformen tummeln sich dabei die Influencer. Doch unbestritten führt Instagram die Liste mit den wohl effektivsten Werbeplatzierungen an. Die Möglichkeiten für Werbende sind hier immens: Instagram Story, IGTV, Posts, Swipe up Links, Verkaufsbutton und, und, und. Kein Wunder, dass die Unternehmen sich auf die Influencer stürzen. Wer sonst, kann so glaubhaft Produkte an den Mann und die Frau bringen? Die User der Bildplattform vertrauen „ihren“ Influencern, sie wollen Tipps und Kaufempfehlungen. Das Schöne daran: Die Mehrzahl der Influencer arbeitet auch wirklich nur mit Marken zusammen, hinter denen sie zu 100 Prozent stehen. Sie vermitteln so glaubhaft und vertrauensvoll eine Werbebotschaft. Zudem ist die kommunikative Hemmschwelle zu einem Influencer sehr gering. Hat man vor zehn Jahren noch eine Werbung im Fernsehen gesehen, dann war die einzige Kommunikation die, dass der Kunde in den jeweiligen Laden ging und sich dort das Produkt gekauft hat oder er den Kundenservice angerufen hat. Mittlerweile hat sich das geändert. Ganze Communitys haben sich um die Influencer aufgebaut und haben eigene Hashtags (z. B. Datjulschen: #julescommunity, Carmushka: #carmushkis). Das Gute – sie sind wie wir! Sie sind keine Models, sie sind keine Schauspieler, sie sind nahbar – und wir können sie anschreiben und mit ihnen in Kontakt treten. Wie super ist das bitte?!

Wild drauf los kooperieren – so nicht!

Nun bist du an der Reihe!
Nicht jeder Influencer passt zu deinem Unternehmen. Was bringt es dir, wenn du jemanden hast, der sich vor allem auf Inneneinrichtung spezialisiert hat, du aber Wanderschuhe vertreibst? Da bringt es dir auch nichts, wenn dieser Influencer 50.000 Follower hat. Die Zielgruppe für dein Produkt wirst du so nicht ansprechen. Doch wie findest du den richtigen Influencer für dein Unternehmen? Die Antwort ist relativ simpel: intensive Recherche! Tatsächlich musst du Instagram durchforsten. Schaue dir die Influencer an und überlege: Passt er wirklich zu mir und meinem Produkt? Finde ich dort meine Zielgruppe? Du wirst nämlich schnell merken, dass auch die Influencer genau Bescheid wissen, was sie ihrer Community zeigen möchten und was nicht. Sie kennen ihre Follower und wissen, was diese sehen möchten. Die Recherche kannst du sehr gut mit Hashtags gestalten. Überlege dir, welche Hashtags zu deinem Produkt passen und durchforste dann die Plattform danach. So kommst du von einem Profil auf das nächste und kannst dir einen Überblick verschaffen.

Suche erfolgreich – und jetzt?

Hast du den richtigen bzw. die richtigen Influencer gefunden, stehst du auch schon vor deinem nächsten Schritt: die Kontaktaufnahme. Diese kann auf unterschiedlichem Weg geschehen. Meistens per E-Mail-Adresse oder durch eine persönliche Nachricht im Instagram Chat. Erläutere dein Anliegen und spreche den Influencer direkt an. Bitte beachte: Influencer ist mittlerweile ein Job. Es ist also ganz normal, dass manche von ihnen deshalb neben deinem Produkt auch eine monetäre Bezahlung fordern – was auch völlig legitim ist. Für sie ist es ein Job, wie es für dich auch deiner ist. Stell dir mal vor, dir wird ab jetzt dein Gehalt gestrichen. Das fändest du auch nicht so prickelnd, richtig? Es gibt auch Influencer, denen es genügt, wenn du ihnen dein Produkt gratis zur Verfügung stellst. Doch das ist nicht immer so.
Bevor du aber in die Tasten haust und den Influencer anschreibst, überlege dir noch einmal konkret, was du gerne möchtest. Je genauer deine Angaben sind, desto besser kann sich dein Gegenüber die mögliche Kooperationen vorstellen und abschätzen, ob das passt. Doch auch hier musst du etwas beachten: bitte gib dem Influencer nicht Wort für Wort vor, was er oder sie im Post schreiben soll. Der Kanal lebt von der Persönlichkeit des jeweiligen Influencers, dadurch verleiht er seinen Beiträgen Authentizität. Es fällt den Followern ganz schnell auf, wenn sich auf einmal die Tonalität in einem Beitrag ändert. Lass hier auch den Influencer seine Arbeit machen. Du kannst essentielle Informationen natürlich weitergeben, die „Verpackung“ solltest du jedoch dem Influencer überlassen. Wie genau du die Zusammenarbeit gestaltest ist deine persönliche Sache. Hier gibt es unendlich viele Möglichkeiten – lass deiner Kreativität freien Lauf und lass dich auch selbst inspirieren.

Spielregeln fürs Influencer-Marketing festlegen

Wenn ihr euch einig seid, dass eine Kooperation zustande kommt, dann geht es an den Vertrag. Ja, es gibt einen Vertrag. Noch gibt es keine standardisierten Verträge, doch es gibt ein paar wichtige Punkte, die du auf jeden Fall beachten solltest.
1. Lege das Nutzungsrecht an den Bildern fest
2. Kläre den Influencer über seine Pflichten auf
3. Weise auf die korrekte Kennzeichnung der Posts als Werbung hin
4. Lege die Anzahl, Frequenz und Inhalte der Posts fest
5. Wettbewerbsverbot und Verschwiegenheit

Wenn du dir unsicher bist, dann lass auf jeden Fall einen Anwalt oder Notar über deinen Vertrag schauen bzw. lass ihn schreiben.
Wow, ganz schön viel Arbeit oder? Und das alles, bevor du überhaupt mal dein Produkt platzieren konntest. Hast du jedoch die Rahmenbedingungen abgesteckt, dann steht der Kooperation nichts mehr im Weg! Du hast im Vorhinein alles festgelegt, nun könnt ihr euch an diesen Richtlinien entlanghangeln.

Diese Arbeit macht wahnsinnig viel Spaß und ist super interessant, das können wir aus eigener Erfahrung sagen. Wir haben mittlerweile einige unserer Kunden bei diesem Schritt unterstützt und das Feedback ist durchweg positiv. Wir haben tolle neue Menschen kennengelernt und auch hinter die Kulissen der Influencer-Arbeit geblickt. Einfach toll! Auf dem Foto oben seht ihr übrigens rechts unsere Projektleiterin Anja mit Influencerin Fenna (Mitte) und Geschäftsführerin Miriam Schöttinger (links).

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