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Dein wichtigstes Gut: die Mitarbeiter

Die Kommunikation ist oft so eine Sache. In vielen Unternehmen wird gut und regelmäßig nach außen kommuniziert, doch die interne Kommunikation wird oftmals noch etwas stiefmütterlich gehandhabt. Dabei sollte die interne Kommunikation genauso essentiell genutzt werden, wie die externe Kommunikation. Sie ist ein immenser Wettbewerbsvorteil.

Interne Kommunikation dreht sich um das Klären von Interessen zwischen einem Unternehmen und seiner Bezugsgruppen – die sogenannten Stakeholder. In unserem Falle sind dies alle Mitarbeiter sowie ehemalige Mitarbeiter (Pensionäre) eines Unternehmens. Jede dieser Interessengruppe möchte anders angesprochen werden. Eine differenzierte Zielgruppenansprache ist nicht in jedem Unternehmen machbar, es kommt dabei auf die Größe an und inwieweit sie notwendig bzw. wirtschaftlich machbar ist. Es ist jedoch wichtig, dass die interne Kommunikation den stetigen Informationsfluss zwischen der Unternehmensführung und den Mitarbeitern aufrechterhält. Die Mitarbeiter stehen im Vordergrund und somit ihre Bedürfnisse, Wünsche und Zufriedenheit. Sie müssen sich geschätzt, gefördert, eingebunden und gut informiert fühlen.

Gutes Image von Innen nach Außen tragen

Es gibt dazu einen schönen Spruch: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Tatsächlich fasst dieser einfache Satz die Kommunikation mit den Mitarbeitern sehr gut zusammen. Denn wenn die internen Strukturen, die interne Stimmung nicht stimmt, dann trägt sich so etwas äußerst schnell nach außen und führt im schlechtesten Fall zu einem negativen Image. Denn die Mitarbeiter tragen den Ruf als Arbeitgeber nach außen – also warum nicht gleich diesen Kommunikationsfluss nutzen und den positiven Nutzen daraus ziehen? Gute Öffentlichkeitsarbeit beginnt bei den Mitarbeitern!
Stell dir folgendes vor: Du bist an der Zusammenarbeit mit einem Dienstleister interessiert und hast Unternehmen A und Unternehmen B zur Auswahl. Du weißt aber noch nicht zu 100 Prozent, welcher Firma du deine Zusammenarbeit zusichern willst. Nun hast du das Glück zwei Mitarbeiter aus den jeweiligen Unternehmen zu treffen. Der eine erzählt dir, wie viele Überstunden er unbezahlt ableisten muss, dass sein Chef immer seine Laune an ihm auslässt und dass er nächste Woche erst mal eine Woche krank machen wird, damit er irgendwann überhaupt mal wieder zur Ruhe kommt. Der andere Mitarbeiter aus Unternehmen B erzählt dir, dass er mit seinen Problemen immer zu seiner Führungskraft gehen kann, dass sich alle Mitarbeiter untereinander helfen, er sich einfach wohl dort fühlt, er Spaß am Arbeiten hat und das Wertschätzung großgeschrieben wird. Wem würdest du eher den Auftrag geben?
Das ist natürlich etwas überzogen, aber es ist eine Tatsache. Genau wie im B2B-Bereich funktioniert diese Geschichte auch für das Recruiting. Potentielle Mitarbeiter entscheiden sich eher für ein Unternehmen, welches bei den Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern in einem guten Licht präsentiert wird. Denke also immer daran, was du nach Außen über deine Mitarbeiter kommunizierst. Sie sind dein wichtigstes Gut – ohne sie funktioniert die Arbeit nicht.

Steigere den wirtschaftlichen Erfolg und Team-Zusammenhalt

Wenn du deine Mitarbeiter gut motivieren kannst, dann kannst du nicht nur dein Image extern positiv gestalten, sondern auch die Produktivität der Mitarbeiter steigern (zufriedenen Mitarbeiter arbeiten gut, weil ihnen die Arbeit Spaß macht), dadurch steigert sich zugleich der wirtschaftliche Erfolg deines Unternehmens und du schaffst einen starken Zusammenhalt sowie Identifikation mit dem Arbeitgeber.

In der internen Kommunikation spielen drei Kommunikationswege eine Rolle:
> Die persönliche Kommunikation (z.B. Face2Face-Gespräche, Mitarbeiter-Events)
> Die elektronische Kommunikation (z.B. das Social Intranet, Instant-Messaging-Dienste wie Slack)
> Die schriftliche Kommunikation (z.B. die Mitarbeiterzeitung)

Ein Mix aus diesen drei Bereichen ist optimal für jede Mitarbeiterkommunikation. Auch hier ist es natürlich immer wichtig, dass die Kommunikation an das jeweilige Unternehmen angepasst wird – es gibt vielfältige Strategieansätze und jedes Unternehmen sollte sich Gedanken dazu machen, wie es seine Kommunikation gestalten will. Genau wie in der externen Kommunikation soll sich ein roter Faden durch die Arbeit ziehen und eine Leitidee dahinterstecken. Also bitte denk daran: die interne Kommunikation ist ein sehr ernstzunehmendes Funktionsfeld der Kommunikation und trägt genauso viel zu deinem Erfolg bei, wie die PR und die externe Marktkommunikation.

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2 Antworten auf „Dein wichtigstes Gut: die Mitarbeiter“

  1. Nachbarin_Angela sagt:

    Amen to that! In einem Unternehmen, dem ich einmal angehörte, gab es englische Bezeichnungen für die Funktionen der Mitarbeiter – als fester und vorgeschriebener Bestandteil der Signatur für jede Mail, die rausging. Studentische Aushilfen liefen darin unter „temporary stuff“. Niemand fand es der Mühe wert, diesen kleinen Schreibfehler zu verbessern, nachdem ein Kollege ihn erkannt und benannt hatte. Es freut mich immer, wenn ich von Unternehmen höre, die hier wacher und sensibler sind. Die einen Plan haben, der sich im Arbeitsalltag abbildet. Ich möchte das so gerne auch mal live erleben!

    • Freut uns, dass dir das Thema auch so wichtig ist! Das ist natürlich schon eine Hausnummer, die du in deinem ehemaligen Unternehmen erlebt hast. Sowas stärkt die Mitarbeiterbindung natürlich Null und ist der falsche Weg! Je mehr Unternehmen dafür sensibilisiert werden, desto besser – es sollte jedoch eigentlich Standard sein.

      Wir haben uns wahnsinnig über den Rückmeldung gefreut – danke!!

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