Wissen im Unternehmen bewahren

Jedes Unternehmen hat Wissen, das den Erfolg sichert. Dieses Wissen darf auf gar keinen Fall verloren gehen. Für Unternehmen sind ihre Mitarbeiter die wichtigste Ressource – denn sie haben die Kompetenz, die ein Unternehmen am Leben erhält.
Doch was passiert, wenn ein oder mehrere Mitarbeiter das Unternehmen verlassen? Wie schaffen wir es bei einem neuen Mitarbeiter einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten? Abwandern und Ausscheiden stellt immer ein großes Risiko dar.

Wissen managen

Unter dem Begriff Wissensmanagement versteht man den Prozess, Erfahrungen und Wissen, welche in einem abgeschlossenen Projekt generiert und gesammelt wurden, strukturiert aufzuarbeiten, um es für zukünftige Projekte zu nutzen. Denn jedes Projekt führt zu einem großen Wissenszuwachs. Leider bleibt dieser Zuwachs häufig ungenutzt, da diese Erfahrungen nicht dokumentiert werden. Sollte der Mitarbeiter ausscheiden, verliert das Unternehmen dieses Wissen vollständig. Sofern es interne Abschlussgespräche gibt, werden diese häufig sehr informell unter Beteiligung des gesamten Projektteams durchgeführt – für eine ausführliche Dokumentation fehlt oft die Zeit, da meist schon das nächste Projekt in den Startlöchern steht.

Der demografische Wandel zwingt zum Umdenken
Die nächsten Generationen, die nun zu arbeiten beginnen, haben es nicht so mit dem Festlegen. Die Generationen X und Y möchten immer wieder neue Herausforderungen. Das bedeutet für sie: Viele Unternehmenswechsel mit neuen spannenden Aufgaben. Dieser Aspekt erschwert den Unternehmen umso mehr, ihr Wissen bei sich zu behalten und zu bewahren. Ärgerlich wird es vor allem dann, wenn viel Geld in Ausbildungen gesteckt wurden und der Mitarbeiter dann kurz danach das Unternehmen verlässt.
Die wohl einfachste Möglichkeit Wissen zu bewahren ist folgende: Ein Mitarbeiter verlässt das Unternehmen in zwei Monaten. Ein Ersatz ist schon gefunden, dieser wird sofort eingestellt und arbeitet nun parallel mit dem ausscheidenden Mitarbeiter zusammen und wird von ihm eingearbeitet. Diese Lösung ist natürlich mit höheren Kosten für das Unternehmen verbunden, da das doppelte Gehalt gezahlt wird. Doch auch das Einlernen von schon vorhandenen Mitarbeitern ist eine Möglichkeit.
Eine andere Möglichkeit wäre zudem, dass der Mitarbeiter sein Wissen in einem detaillierten Protokoll festhält und dokumentiert – eine sehr zeitintensive Arbeit, aber im Nachhinein lohnt es sich!

Der Transfer von Wissen

Im Betriebsalltag erfolgt meist kein Wissenstransfer. Die Mehrzahl der Mitarbeiter klagt über mangelnde Zeit oder es wird erst später erkannt, wie wichtig das Wissen für ein Unternehmen ist. Auch dein persönliches Verhältnis zu der Person spielt eine große Rolle. Hier kann es von Vorteil sein einen Coach oder aber auch den Geschäftsführer oder Abteilungsleiter als neutrale Person hinzuzuziehen, um den Wissensaustausch zu erleichtern. So wird ein Raum geschaffen, um den Transfer von Wissen zu gewährleisten. Um den Wissenserhalt und den Wissenstransfer zu sichern, sollte darauf geachtet werden, dass bei den Teams eine gute Mischung aus allen Altersgruppen vertreten ist. Das hat auch positive Folgen auf deine Rekrutierung und bringt mehrere Generationen zusammen.
Diesen Ansatz verfolgt auch der Coburger Autozulieferer Brose. In diesem Unternehmen wird gezielt auf die bunte Mischung seiner Mitarbeiter gesetzt. So besteht auch mehr Auswahl bei der Rekrutierung. Brose möchte nicht nur Hochschulabgänger, sondern auch Mitarbeiter mit Erfahrungen, die als Entscheidungsträger ein junges Team leiten können.
Ganz anders geht der Internetguru Google vor. Der Suchmaschinengigant setzt gezielt auf junge Mitarbeiter und versucht sich von älteren Mitarbeitern zu trennen.

Für mich ist es wichtig, dass ich Mitarbeiter aus allen Altersgruppen in meiner Agentur habe. Nur so kann ein Wissensaustausch unter ihnen stattfinden und alle können voneinander lernen. Ich schätze alle meine Mitarbeiter sehr. Die jungen Mitarbeiter wirbeln unsere Agentur auf und gehen sowohl anders als auch unvoreingenommener an Aufgaben heran. Doch auch meine älteren Mitarbeiter sind enorm wichtig für das Unternehmen. Ihnen allen muss vermittelt werden: Ihr seid wichtig für unseren gemeinsamen Erfolg! Wenn wir den Erwerb und die Weitergabe von Wissen fördern, werden oft ungeahnte Potentiale freigesetzt.

Wie Willy Brandt sagt: „Wir brauchen die Herausforderung der jungen Generation, sonst würden uns die Füße einschlafen!“

 

 

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