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Daniel: „Keywords müssen in die Tiefe gehen“

Heute geht es weiter mit unserer SEO-Reihe – Part 2/3. Thema ist diesmal die Onpage- und Offpage-Optimierung. Unser dualer Student Pascal hat unseren Art Director Web Daniel ausführlich befragt.
Du hast Teil 1/3 noch nicht gelesen? Kein Problem, über diesen Link kommst du auf den ersten Part des Interviews.

Pascal: Das Thema Suchmaschinenoptimierung ist im Bereich des Online Marketings beheimatet. Viele Autoren schreiben, dass SEO ein sehr bedeutendes Thema des Online Marketings ist. Siehst du das genauso? Und wenn ja, warum?

Daniel: Ja, ich sehe das genauso. Das Internet als Medium ist nicht mehr wegzudenken. Es ist eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste, Informationsquelle über die wir verfügen. Was bringt es, wenn man Informationen, Produkte oder auch Dienstleistungen anbieten möchte und man wird nicht gefunden? Was bringt mir ein Unternehmen, wenn ich nicht gesehen werde?

Pascal: Bei der Suchmaschinenoptimierung ist es so, dass man zwischen Onpage- und Offpage-Optimierung unterscheidet. Siehst du konkrete Vorteile in der Onpage-Optimierung?

Daniel: Onpage ist das, was auf der Seite passiert. Offpage ist im Grunde die technische Umgebung. Zum Beispiel eine verschlüsselte oder eine gut lesbare URL. Auch eine sinnvolle Programmierung oder eine einfache Navigationsstruktur gehört dazu. Bei der Onpage-Optimierung dreht es sich darum, wie wir zum Beispiel eine Seite für Kunden strukturieren, sodass diese sinnvoll zu lesen ist. Es ist zum Beispiel wichtig, dass nicht zu viele Themen auf einer Seite geschaltet werden. Google muss gleich erkennen können, um was für ein Thema es sich auf der jeweiligen Seite handelt. Alles muss einer klaren Strukturierung zugrunde liegen.
Dann ist es wichtig, gute Keywords einzubauen. Wir finden also für den Kunden heraus, welche Keywords sich besonders gut für seine Webseite eignen. Das ist natürlich themenabhängig. Da muss dann wirklich in die Tiefe gegangen werden und wir erstellen viele Variationen eines Keywords. Ich lege jedoch viel Wert darauf, dass die Lesbarkeit und der Inhalt des Textes nicht unter den Keywords leiden. Da ziehe ich eine ganz klare Grenze: Wenn ich einen Text oder eine Seite so optimiere, dass ich im Grunde immer nur wieder die gleichen Schlagworte bekomme und keinen Inhalt habe, dann ist die Seite nutzlos. Dann werde ich vielleicht oft gesehen, aber ich biete keinen Mehrwert. Genau das wollen wir aber für unsere Kunden – sie sollen gesehen werden und einen Mehrwert für die Besucher der Seite bieten.

Pascal: Siehst du konkrete Vorteile der Onpage-Optimierung gegenüber der Offpage-Optimierung?

Daniel: Das kann man nicht voneinander trennen. Beides ist wichtig. Eine gut optimierte Seite funktioniert nur mit beiden Aspekten, wir müssen beide Punkte anfassen. Deshalb kann man nicht sagen, dass das eine wichtiger ist und das andere weniger wichtig.

Pascal: Dann ist es wahrscheinlich auch sehr schwierig Grenzen oder Nachteile der Onpage-Optimierung aufzuzeigen?

Daniel: Ein Nachteil wäre zum Beispiel, dass der Inhalt der Seite darunter leiden kann, wenn einfach nur Keywords eingebaut werden. Ich habe aktuell eine Seite von einem Kunden, die sehr gut onpage-optimiert ist. Sie hat eine gute Sichtbarkeit im Netz. Aber ich sehe auch Seiten, auf denen einfach nur Schlagwörter aneinandergereiht sind. Ich finde das ist für den Besucher der Seite sehr schlecht. Damit kann er nicht viel anfangen – Informationen bekommt er so nicht. Er hat zwar Bilder oder Schlagwörter aneinandergereiht, aber es sind keine wirklichen Inhalte. Es werden auch keine Emotionen erzeugt oder ein Anreiz zum Kauf geboten. Diese Sachen fehlen. Wenn eine Seite so optimiert ist, ist es für mich ein Stück weit eine Fehlproduktion. Der Aufbau von Vertrauen gehört für mich einfach dazu! So bekomme ich kein Vertrauen.

Pascal: Sollte man also eher für den Nutzer oder für die Suchmaschine optimieren?

Daniel: Das ist ein ganz wichtiger Punkt! Ich kann zwar vielleicht viele Leute auf meine Seite lenken, die finden dann aber gar nicht das, was sie eigentlich suchen. Das bedeutet dann auch, dass ich eine sehr hohe Absprungrate habe. Was ja auch wiederum schlecht für die Bewertung ist. Das bedeutet: hier wird qualitativer Inhalt benötigt. Und Google versteht auch was qualitativer Inhalt ist. Das wird zum Beispiel anhand der Absprungrate gemessen: Wie lange hält sich eine Person auf der Seite auf? Wie weit navigiert diese noch in die Tiefe? Sprich, wenn viele Menschen auf meine Seite kommen und dann aber wieder abspringen, habe ich keine guten Inhalte geliefert. Wir optimieren also für den Nutzer und gleichzeitig aber auch damit für die Suchmaschine. Es greift also ineinander.

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